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DAS GOLDENE NETZ
Musik: J. Overbeck u. a. / Story: J. Frey
Musicalprojekt der Musik- und Kunstschule Mureck (Aufführungen am 7. und 10. Mai 2010)
Besetzung: Regie: Johanna Frey / Musik. Leitung: Johanna Frey / Ausstattung: alle
Zeus: Gertraud Reisenhofer (7.5.) / Julia Tritscher (10.5.) / Hera: Anna Hofstätter / Hermes: Eva Papic /
Aphrodite: Anna Totter / Hephaistos: Julia Rohrbacher / Ares: Elena Wieser / Athene: Eva Mayrold / Dionysos: Anna Koller / Apoll: Karoline Kügerl / Kaliope: Theresa Summer
Die Story:
Der Inhalt ist flott erzählt: Bei Aphrodite und Hephaistos hängt der Ehesegen schief, was Hermes dazu bewegt, sich einen Plan auszudenken. Er will den hinkenden Schmied Hephaistos eifersüchtig machen, um seine alte Liebe wieder neu zu entfachen. Dazu braucht er nur die Hilfe aller anderen Götter und auch ein ordentliches Mannsbild. Kaum hat er das gefunden, geht sein Plan ordentlich in die Hosen…
Viel wichtiger als der Inhalt ist die karikaturistische Personenzeichnung in diesem Stück. Da hätten wir zunächst den Hochobersten, der nicht erwachsen geworden ist und lieber mit seinem lustigen Pferd schaukelt, als sich um wichtige Angelegenheiten zu kümmern. Er weiß, dass seine Verwandlungen kurz und wirkungsvoll sind und findet jegliche Aufregung deswegen höchst übertrieben.
Seine Gattin hingegen sieht die Angelegenheit etwas anders. Sie könnte vor Wut platzen, da sie schon millionenfach betrogen wurde und weiß, was so eine Verwandlung mit sich bringt. Sie wischt ihrem Zeus lieber früh genug ordentlich eins über den Schnabel, bevor es zu spät ist!
Hermes, der Götterbote, hat es durchwegs eilig. Bei uns nennen wir so jemanden einen Gschaftlhuber – das wird ihm zum Verhängnis. Aber er kann halt aus seiner Haut nicht heraus, und so kommt es wie es kommen muss: Es geht alles in die…Lederhose!
Aphrodite hingegen ist die Schönste! Sie ist „Greek next top modell“ und weiß die Schönheit mit Nagelstudio und Friseur zu erhalten. Ihr Unglück mit dem nicht so attraktiven Mann Hephaistos kann sie scheinbar anfangs nicht akzeptieren – sie muss es einfach einmal ausprobieren!
Hephaistos ist der Ernsteste von allen. Vielleicht auch der Klügste. Sein Zorn über den Betrug ist auch berechtigt – er ist also sicher keine Witzfigur!
Aber dieser Ares: Er kommt gerade aus dem Fitnessstudio, aufgeblasen und muskelbepackt. Sein großes Problem ist sein kleines Hirn. Er kann nicht einmal um die Ecke denken, was er, wenn er wie Bud Spencer jedem eine reinhaut, auch nicht braucht. Athene, die das Kleinhirn schulen muss, ist hingegen die „Sub auspiciis“ – Studentin und Laborratte. Sie hat lieber nichts mit Männern, aber dafür mit Büchern und mit Experimenten aller Art.
Dyonisos ist Barbesitzer und ein Nachtvogel vor dem Herrn. Muss er sich in der Früh bekleiden, so kann das mit dem Restalkoholspiegel schon einmal gründlich schief gehen. Aber sonst würde er nicht einmal einer Fliege etwas zu leide tun – ein netter Kerl und Südsteirer!
Für Apoll haben Hansi Hinterseer Pate und Troubatix Pate gestanden. Er ist ein Selbstdarsteller und Wahnsinnsbarde. Er liebt die Schönheit, vor allem wenn es die eigene ist. Der Erfolg ist ihm gewiss. Kaliope, seine Muse, begleitet ihn gern auf Schritt und Tritt. Ihre Aufgabe ist, und so wurde sie von Apoll auch gecastet, schön zu sein.
Mureck, im Mai 2010, Johanna Frey
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